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IZB 2026: 858 Aussteller aus 36 Nationen präsentieren die Zukunft der Automobilindustrie

Internationale Zuliefererbörse feiert 25-jähriges Bestehen mit 58 angemeldeten Innovationen, darunter elf Weltpremieren.

Wolfsburg, 26. Oktober 2026. Die 13. Internationale Zuliefererbörse (IZB) öffnet am Dienstag, 27. Oktober, ihre Tore in Wolfsburg. Bis zum 29. Oktober präsentieren 858 Aussteller aus 36 Nationen ihre Technologien und Lösungen für die Automobilindustrie. In sechs Messehallen mit rund 38.000 Quadratmetern Bruttofläche. Hinzu kommen 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche im Außenbereich. Im Jahr ihres 25-jährigen Bestehens steht die Fachmesse unter dem Leitthema „Powering Customer Driven Innovation – Speed. Quality. Partnership.“ Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen der automobilen Transformation und die Frage, wie Hersteller und Zulieferer neue Technologien schneller und wirtschaftlicher zur Marktreife bringen können. Veranstalterin der IZB ist die Wolfsburg AG.

Mehr als 43 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Besonders stark vertreten sind China mit 71 Unternehmen, Italien mit 47 und die Türkei mit 40 Ausstellern. Unter den Teilnehmern befinden sich 14 der 20 weltweit führenden Automobilzulieferer. Insgesamt haben die Unternehmen im Vorfeld 58 Innovationen angemeldet, darunter elf Weltpremieren. Damit bietet die IZB einen Einblick in technologische Entwicklungen und die internationale Wettbewerbslandschaft der Branche.

Bei der Pressekonferenz zum Auftakt ordneten Vertreter aus Politik und Industrie die wirtschaftliche Lage der Automobilindustrie, technologische Entwicklungen und die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit ein. Zu den Schirmherren der diesjährigen IZB zählen Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Wolfsburgs Oberbürgermeister Dennis Weilmann sowie die Volkswagen-Vorstände Kai Grünitz und Karsten Schnake.

Olaf Lies: Innovation und Zusammenarbeit stärken den Industriestandort Niedersachsen

Die Automobilindustrie und ihre Zulieferer sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Niedersachsen. Gleichzeitig stellen Elektromobilität, Digitalisierung und der wachsende internationale Wettbewerb die Unternehmen vor tiefgreifende Veränderungen.

„Die Automobilindustrie und ihre Zulieferer sind von herausragender Bedeutung für die wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft Niedersachsens. Die Branche steht vor großen Herausforderungen, verfügt aber zugleich über enormes technologisches Potenzial. Entscheidend ist jetzt, dass Hersteller, Zulieferer und Forschung ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam neue Lösungen entwickeln. Die IZB ist dafür eine wichtige internationale Plattform. Sie stärkt die Vernetzung der Unternehmen und unterstreicht die Bedeutung Wolfsburgs und der gesamten Region für die Zukunft der Mobilität“, erklärt Ministerpräsident Olaf Lies.

Volkswagen setzt auf schnellere Entwicklungsprozesse und leistungsfähige Partnerschaften

Für die Automobilhersteller kommt es zunehmend darauf an, neue Technologien effizient und mit kürzeren Entwicklungszeiten in die Serienproduktion zu überführen. Insbesondere Software, künstliche Intelligenz und neue Fahrzeugarchitekturen verändern die Anforderungen an die Zusammenarbeit mit Zulieferern.

„Das Automobil entwickelt sich immer stärker zu einem softwaredefinierten Produkt. Für unsere Kunden zählen innovative Funktionen, höchste Qualität und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müssen wir technologische Entwicklungen schneller in unsere Fahrzeuge integrieren. Dafür brauchen wir leistungsfähige Partner, die frühzeitig in unsere Entwicklungsprozesse eingebunden sind. Die IZB bringt uns mit Unternehmen zusammen, die dazu entscheidende Beiträge leisten können“, sagt Kai Grünitz, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für Technische Entwicklung.

Neben der technologischen Leistungsfähigkeit stehen stabile Lieferketten und wettbewerbsfähige Kosten im Fokus. Karsten Schnake, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für Beschaffung und Mitglied der Erweiterten Konzernleitung mit Verantwortung für die Konzernbeschaffung, erklärt: „Wettbewerbsfähigkeit entsteht durch effiziente Prozesse, innovative Technologien und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Wir müssen Komplexität und Kosten reduzieren, gleichzeitig aber Qualität und Innovationskraft sichern. Die IZB bietet uns die Möglichkeit, bestehende Partnerschaften weiterzuentwickeln und neue Lieferanten mit zukunftsweisenden Lösungen kennenzulernen.“

Neue Formate fördern technologischen Austausch

Mit neuen Veranstaltungsformaten trägt die IZB den veränderten Anforderungen der Branche Rechnung. In fünf Volkswagen Group Hubs können sich Aussteller direkt mit Fachbereichen des Konzerns austauschen. Im Vorfeld wurden im Rahmen eines Call for Proposals 365 Lösungsvorschläge für konkrete technologische Fragestellungen eingereicht. Die Themen reichen von Interieur und Exterieur über Elektronik und Connectivity, Antrieb und Batterie sowie Karosserie und Fahrsysteme bis zu Beschaffungsprozessen und künstlicher Intelligenz.

Erstmals öffnet sich die Messe mit einer Cross Industry Area gezielt für branchenübergreifende Technologien. Im Fokus stehen Medizintechnik, Sicherheit und Zivilschutz, urbane Technologien sowie Kreislaufwirtschaft. Weitere Formate bieten Start-ups und etablierten Unternehmen Gelegenheit, ihre Entwicklungen vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen.

Wolfsburg erschließt zusätzliche Zukunftsfelder

Die Weiterentwicklung der IZB fügt sich in die langfristige wirtschaftliche Strategie Wolfsburgs ein. Mit dem gemeinsam von der Stadt, Volkswagen und der Wolfsburg AG entwickelten Standortkonzept Wolfsburg 2035+ sollen industrielle Kompetenzen auch für neue Geschäftsfelder genutzt werden.

„25 Jahre IZB stehen auch für 25 Jahre Veränderung in unserer Stadt. Wolfsburg hat sich zu einem bedeutenden Entwicklungs-, Produktions- und Forschungsstandort entwickelt. Volkswagen bleibt unser industrieller Kern. Gleichzeitig wollen wir die vorhandenen Kompetenzen nutzen, um zusätzliche Märkte zu erschließen und neue Wertschöpfung nach Wolfsburg zu holen. Die Cross Industry Area der IZB zeigt, welche Chancen sich durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Branchen ergeben“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

25 Jahre IZB: Von der regionalen Zulieferermesse zum internationalen Branchentreffpunkt

Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 hat sich die Internationale Zuliefererbörse von einer Veranstaltung mit 128 Ausstellern zu einer international ausgerichteten Fachmesse der Automobilzulieferindustrie entwickelt. Im Jubiläumsjahr stehen neben den Produktpräsentationen insbesondere der direkte fachliche Austausch und die Zusammenarbeit an konkreten technologischen Anforderungen im Mittelpunkt.

Dr. Tim Schumacher, Vorstand der Wolfsburg AG, betont: „Die IZB ist seit 25 Jahren eine der führenden Fachmessen, bei der Unternehmen Kontakte knüpfen, Kooperationen vertiefen, Technologien präsentieren und gemeinsame Projekte auf den Weg bringen. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen braucht die Automobilindustrie eine solche Plattform, die den Austausch fördert und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet. Mit 858 Ausstellern aus 36 Nationen und neuen Formaten zeigt die IZB 2026 erneut, dass sie sich mit den Anforderungen der Branche ständig weiterentwickelt.“

Die IZB 2026 findet vom 27. bis 29. Oktober auf dem Messegelände im Allerpark in Wolfsburg statt. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr für Fachbesucher geöffnet. Veranstaltet wird die IZB von der Wolfsburg AG, einem Gemeinschaftsunternehmen der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG. 

Weitere Informationen: www.izb-online.com

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