IZB Wolfsburg festigt Position als Europas Leitmesse der Automobilzulieferbranche
Wolfsburg, 10. Oktober 2010. Mit Zuwächsen bei Ausstellern und Fachbesuchern sowie großer Zufriedenheit mit den geschäftlichen Ergebnissen ist die 6. Internationale Zuliefererbörse IZB am Freitag in Wolfsburg zu Ende gegangen. Mit einem sehr guten beziehungsweise guten Gesamteindruck von der Veranstaltung fahren mehr als 90 Prozent der rund 48.000 Fachbesucher aus aller Welt nach Hause. Viele der 729 Aussteller aus 24 Ländern berichten über erfolgreiche Geschäftskontakte und äußern sich optimistisch zum Nachmessegeschäft. Deutlich gewachsen ist die Internationalität der IZB: Inzwischen kommt mehr als ein Fünftel aller Fachbesucher aus dem internationalen Raum. Von den außereuropäischen Gästen waren besonders viele aus den diesjährigen IZB-Partnerländern USA und Kanada angereist. Auch aus Asien und Südamerika gab es zunehmendes Interesse an dem Branchentreff. Mit den Zuwächsen bei allen wichtigen Kennziffern und den durchweg positiven Umfrageergebnissen baut die IZB ihre Position als Leitmesse der Automobilzulieferer in Europa weiter aus. Zum Abschluss der IZB 2010 wurden die Partnerländer für die nächste Zuliefererbörse bekanntgegeben. Im Oktober 2012 stehen die südamerikanischen Staaten Brasilien und Argentinien im Fokus der Fachmesse und des Rahmenprogramms.
„Zufriedene Aussteller und Besucher bestätigen uns: Die IZB hat sich als bedeutende Innovations-und Marketingplattform der internationalen Zuliefererbranche etabliert", freut sich Stephan Böddeker, IZB-Projektleiter der veranstaltenden Wolfsburg AG. „Wie aus den Umfrageergebnissen hervorgeht, wird die Messe zugleich immer stärker als Termin für Geschäftsabschlüsse gesehen. Diese Entwicklung werden wir als Veranstalter weiterhin mit optimalen Rahmenbedingungen unterstützen.“
Julius von Ingelheim, Sprecher des Vorstands der Wolfsburg AG, sagte am Freitag in seiner Messebilanz: „Die IZB 2010 spiegelte die verbesserte Stimmung in der Zulieferbranche wider. Das war sowohl in den Messehallen als auch in den gut besuchten Veranstaltungen des fachlichen Rahmenprogramms zu spüren.“ Prof. Dr.-Ing. Bernd Wilhelm, IZB-Sonderbeauftragter der Volkswagen AG, fügte hinzu: „Die außerordentlich positive Resonanz der internationalen Fachwelt zeigt uns, dass wir mit Zukunftsthemen wie ‚nachhaltige Mobilität‘ und ‚Elektro-Mobilität‘ den Nerv der Zeit getroffen haben. Wir empfinden es als unsere Verantwortung, diese Inhalte jetzt noch stärker der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“
Vertreter aller großen Fahrzeughersteller besuchten die IZB – entweder als Fachbesucher der Messe oder als Teilnehmer an Kongressen und Foren des Rahmenprogramms.
Aussteller mit positiver Bilanz
Dipl.-Ing. Werner Wodäge, Senior Manager Sales – VW-Group/Porsche, Denso International Europe: „Weil wir seit den Anfängen der Messe mit dabei waren, haben wir ihre Entwicklung gut mit verfolgen können und entsprechend ist ihre Bedeutung für Denso gestiegen. Auch der Kunde VW hat im Hause Denso deutlich an Bedeutung gewonnen. Die zunehmende Internationalisierung ist hilfreich dabei, Kontakt mit unseren Lieferanten zu halten, aber auch um neue Kontakte mit Lieferanten zu knüpfen, die wir in anderen Regionen nutzen können. Aufgrund des Fachpublikums haben wir Besucher am Stand, mit denen man auch wirklich diskutieren kann. Dadurch gibt es gegenüber anderen Messen auf der IZB viel mehr Spielraum für Details.“
Dieter Althaus, Vice President Corporate Marketing and Sales VW der Magna International (Germany) GmbH: „Die IZB ist eine ideale Plattform, um die entscheidenden Zulieferer der VW-Gruppe, mit der Gruppe und untereinander ins Gespräch zu bringen. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit der VW-Gruppe über wesentliche technologische Trends und die weitere Geschäftsentwicklung zu sprechen. Mit Kanada und den USA standen in diesem Jahr Partnerländer im Fokus, die für die Automobil-und Automobilzulieferindustrie Fundamente gelegt haben und Zukunft gewährleisten. Rundum eine gelungene Messe.“
Alexander Ziems, Group Vice President Germany, Valeo GmbH: „Die VW-Gruppe zählt zu den größten Kunden von Valeo. Insofern ist die Präsenz hier für uns nicht nur wichtig, sondern auch eine Selbstverständlichkeit. In den vielen Jahren, die wir bereits auf der IZB ausstellen, können wir feststellen, dass sich der Stellenwert der Veranstaltung deutlich nach oben verändert hat. Nicht nur die Anzahl der Aussteller ist gewachsen, auch die Darstellung der Unternehmen ist deutlich professioneller geworden. Besonders hervorzuheben ist der Rundgang des VW-Vorstandes. Dies unterstreicht deutlich die Wertigkeit der Veranstaltung. Für den Besuch hatten wir uns besonders auf die Themen CO2-Emissionsreduzierung fokussiert.“
Dipl-Kfm. Wolfgang-Joachim Schmälzle, Geschäftsführer H&D IT Professional Services GmbH: „Wir finden das Ausstellungs-und Messekonzept hervorragend. Die IZB hat für uns eine sehr große Bedeutung, denn Volkswagen ist unser größter Kunde. Sie ist mittlerweile die Lead-Messe der Zulieferer in Europa. Wir sehen vor allem die Kompetenz in der Automobilentwicklung und der Produktion hier vor Ort. Für uns ist Niedersachsen das Silicon Valley der Automobilindustrie. Wir beschäftigen hier einen Großteil unserer Mitarbeiter.“
Gunter Blöcher, Teamleader International Key Account Management Traffic Systems, Division Automotive & Airport, Rittal GmbH & Co. KG: “Für uns ist die Messe besonders für das Beziehungsmanagement wichtig. Wir wissen, dass die wichtigen Ansprechpartner unseres Großkunden Volkswagen hier auftauchen und wir mit ihnen reden können. Diese Erwartung hat sich auch erfüllt. Die Qualität des Publikums ist gegenüber anderen Messen sehr gut. Es gibt kaum ‚Seh-Leute‘. Unsere wichtigsten Kunden sind unsere Ansprechpartner von der Volkswagen AG, wobei diesmal auch der ein oder andere Anlagenbauer auftauchte, den ich hier nicht erwartet hätte.“
Partnerländer USA und Kanada besonders gefragt
In den USA und Kanada ist in jüngster Zeit ein zunehmendes Interesse an nachhaltiger Mobilität zu beobachten. Dieser Wandel auf dem nordamerikanischen Automobilmarkt sorgte auf der internationalen Zuliefererbörse für ein reges Interesse an bilateralen transatlantischen Kooperationen. Während deutsche Zulieferer mit ihrem Know-how auf dem Gebiet der „grünen Mobilität“ ihre Chancen und Perspektiven auf dem nordamerikanischen Automobilmarkt einer eingehenden Prüfung unterzogen, formulierten nordamerikanische Unternehmen einen Bedarf an innovativen Technologie-Transfers. Darüber hinaus nutzten viele der insgesamt 110 US-amerikanischen und kanadischen Aussteller der IZB 2010 die Networking-Möglichkeiten der Messe für einen Markteintritt in Europa.
Philip D. Murphy, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, dazu am Freitag auf dem Forum Nordamerika der IZB: „Ich habe eben mit vielen amerikanischen Ausstellern gesprochen. Sie sind froh, dass sie sich für eine Teilnahme an der IZB entschieden haben. In diesem Jahr sind 67 amerikanische Aussteller hier – bei der IZB 2008 waren es vier. Im Namen der amerikanischen Botschaft in Deutschland möchte ich der Wolfsburg AG zu dieser großartigen Schau gratulieren und danke allen Beteiligten für die Ausrichtung und Organisation dieser wichtigen Handelsmesse.“
Larry Appel, Director Southwestern Ontario Marketing Alliance SOMA (Kanada): “Für uns war die Messe sehr erfolgreich. Wir hatten viele Besucher am Stand, die sich über Ontario und die Autoindustrie in der Region informieren wollten. Unser Ziel ist es, für Investitionen in der Region zu werben. Dafür gibt es echtes Interesse. Die Qualität der Besucher an unserem Stand war hervorragend. Auf dieser Messe kann man Entscheider der verschiedensten Ebenen treffen.“
Thomas B. Ballard, Director, Partnerships Directorate, Oak Rigde National Laboratory (USA): “Oak Ridge National Laboratory arbeitet eng mit Herstellern und Zulieferern der Automotive-Branche in den USA und darüber hinaus zusammen. Das neue VW-Werk in den USA ist weniger als 100 Meilen von uns entfernt und wir sondieren die Möglichkeiten, mit VW und seinen Zulieferern zu kooperieren. Die IZB ist eine Möglichkeit, mit diesen Diskussionen voranzukommen.“
Innovationen aus der Region finden international Beachtung
Neben Marktführern der Branche wie Denso, Aisin, Magna, TRW sowie Bosch und Kirchhoff Automotive stellten mehrheitlich kleinund mittelständische Unternehmen ihre Innovationen in Wolfsburg aus. Dass davon jeder zehnte Aussteller aus der Region kommt, unterstreicht einmal mehr die Bedeutung dieses Wirtschaftsstandortes für die Automobilindustrie. Insbesondere der Forschungs-und Innovationsstand in der Halle 1, eine Gemeinschaftspräsentation von zwölf südniedersächsischen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, sorgte mit Beispielen von Forschungsaktivitäten zum Thema Elektromobilität für besonderes Aufsehen bei den Fachbesuchern aus aller Welt: Dazu gehörten Forschungen zu unterschiedlichen Batterietechnologien, zu elektrischen Antriebskonzepten und zu neuen Lösungsansätzen für den Null-Emission-Betrieb von Elektrofahrzeugen.
Rahmenprogramm begeistert Fachbesucher
Bereits am Montag hatte das Forum Elektromobilität das breit gefächerte und hochkarätig besetzte Rahmenprogramm der IZB eröffnet. Der seit langem ausgebuchte Amerikanisch-Kanadische Automobil Kongress am darauf folgenden Tag trug entscheidend zum Verständnisse von Potenzialen, Perspektiven und Rahmenbedingungen des nordamerikanischen Automobilmarktes bei und trug dem Interesse deutscher Zulieferunternehmen an transatlantischen Geschäftsbeziehungen Rechnung. Insgesamt fanden in der IZB-Woche mehr als ein Dutzend Kongresse, Tagungen und Foren statt, die bei dem internationalen Publikum auf starke Resonanz stießen.
Unter dem Motto „Kompetente Unternehmen suchen Nachwuchs“ leistete der IZB-Jobbörsentag am vergangenen Donnerstag einen wichtigen Beitrag zum Dialog zwischen Unternehmen, Hochschulen und Studenten. Mehr als 1.600 angehende Automotive-Fachleute informierten sich bei den Ausstellern über ihre Karriere-Chancen. Darüber hinaus nutzten viele die Möglichkeit zum kostenlosen Bewerbungsmappen-Check der Wolfsburg AG.
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