Daten und Fakten der IZB Partnerländer 2012

Erfahren Sie hier einige Daten und Fakten zur Entwicklung der Kfz-Märkte der IZB Partnerländer Argentinien und Brasilien:

Argentinien

Buenos Aires (gtai) - Für Argentiniens Kfz-Branche war 2010 ein Rekordjahr. Der Inlandsabsatz nahm um 43 Prozent zu. Für 2011 wird mit einer Umsatzsteigerung um mindestens 10 Prozent gerechnet. Der Anteil importierter Fahrzeuge betrug 61 Prozent und könnte leicht sinken, da die Regierung Maßnahmen zur Begrenzung des Importanstiegs ergriffen hat. Deutsche Kfz-Hersteller sind in allen Bereichen gut aufgestellt. Sie bedienen Argentinien vor allem aus ihren Werken vor Ort sowie mit Einfuhren aus Niederlassungen in Brasilien.

Absatz von Kfz in Argentinien (in Einheiten, Veränderung in %)

Kategorie 2009 2010 Veränderung 2010 / 2009
Pkw 373.231 524.154 40,5 %
Leichte Nutzfahrzeuge 96.840 145.090 49,8 %
Lkw und Busse 17.071 28.695 68,1 %
Gesamt 487.142 698.299 43,3 %

Trotz der Einführung von Importrestriktionen für Pkw der Oberklasse legten die Auslieferungen von Kfz an die Vertragshändler in den ersten vier Monaten 2011 um 25 Prozent zu. Die Zulassungen lagen nach Angaben der Händlervereinigung Acara in den ersten vier Monaten des Jahres sogar um 27 Prozent über dem Vergleichszeitraum von 2010. Für das Gesamtjahr 2011 wird ein Absatzwachstum um etwa 10 Prozent prognostiziert. Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen dürfte, vor allem aufgrund der guten Entwicklung der Landwirtschaft, noch schneller zunehmen als die Pkw-Verkäufe.

Der Volkswagen-Konzern (VW) verteidigt mit rund 24 Prozent Anteil die Marktführerschaft beim Pkw-Absatz. Das aus Brasilien importierte Kompaktmodell VW Gol ist seit Jahren das meistgekaufte Auto in Argentinien, vor dem Chevrolet Corsa und dem Peugeot 207. Vor Ort produziert VW den auf der Plattform des Kleinwagens Fox gebauten Minivan Suran und den 2010 lancierten Pick-up Amarok.

 

Quelle: Germany Trade and Invest und Verband der Automobilhersteller ADEFA

Brasilien

Sao Paulo (gtai) - Die brasilianischen Kfz-Verkäufe legen weiter zu. Für 2011 gehen die Prognosen von einem Absatzwachstum von 3 bis 5 Prozent aus. Während die Zuwächse im Pkw-Segment mittlerweile geringer ausfallen, entwickeln sich die Bereiche leichte Nutzfahrzeuge, Lkw, Busse und Motorräder dynamischer. Der Import von Fahrzeugen und Kfz-Teilen nach Brasilien ist 2010 deutlich angestiegen. Deutschland blieb dabei auf dem zweiten Rang der wichtigsten Bezugsländer für Kfz-Teile.

Absatz von Kfz in Brasilien (in Einheiten, Veränderung in %)

Kategorie 2009 2010 Veränderung 2010 / 2009
Pkw 3.008.741 3.325.946 10,5 %
Leichte Nutzfahrzeuge 109.873 157.696 43,5 %
Lkw und Busse 22.625 28.422 25,6 %

Der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Brasilien legte 2010 um rund 6 Prozent zu. Auch in den ersten drei Monaten 2011 wuchs das Segment um 3,6 Prozent, obwohl sich die Finanzierungsbedingungen verschlechterten. Höhere Zinsen und kürzere Laufzeiten dämpften die Nachfrage nach Pkw, deren Verkäufe bis März nur noch um knapp ein Prozent stiegen und im April sogar unter den Vorjahreswert fielen.

VW erzielte 2010 mit dem Modell Saveiro einen großen Erfolg und verdoppelte seinen Absatz von Pick-ups. Der Konzern bringt 2011 eine Automatikversion des Amarok auf den Markt. Ein Grund für den Erfolg der Pick-ups ist, dass viele vormalige Kleinwagenkäufer momentan zu einer höheren Wagenklasse übergehen. Bisher sind rund 90 Prozent der verkauften Autos Klein- und Kompaktwagen.

 

Quelle: Germany Trade and Invest und Verband der Automobilhersteller ANFAVEA